DPD, wir müssen reden.

Eine sachliche Zusammenfasung findet sich unten.

Liebe / Lieber / Liebes DPD,
ja, du machst es einem freilich nicht einfach. Da ist man schon aufmerksam, und entlockt dem Amazon-System die Nummer der Sendung, die du bringen sollst, und verfolgt den Paketstatus aufmerksam in deiner etwas komplizierten Sendungsverfolgung, die neben ebenendieser Sendungsnummer auch noch die Postleitzahl und einen Sicherheitscode wissen möchte. Und weil man sich auf die Informationen verlässt, die man erhält, und als Amazon-Prime-Kunde natürlich die Zustellung der Sendung am vorgegebenen und von Amazon versprochenen Tag ordnungsgemäß erwartet, sorgt man sich um diese Sendungszustellung wenn man weiß, dass man an diesem Tage gar nicht da ist. Doch dafür hast du, DPD, ja vorgesorgt! Denn neben dem Sendungsstatus zeigst du mir einen Button an, mit dem ich ein (nach deinen Worten) “Abstell-Okay” geben kann. Sozusagen einen Freifahrtschein für dich, die Sendung ohne die geschuldete Unterschrift irgendwo zu deponieren. Es ist auch kein Problem dass ich, nachdem ich das Quiz mit Sendungsnummer + PLZ + Sicherheitscode erfolgreich gelöst habe, ein weiteres Formular ausfüllen muss. Auch dass es sich dabei um ein auszudruckendes, A4-überdimensioniertes Dokument handelt, bei dem du mich aufforderst es an meinen Briefkasten zu heften ist sicher kaum zeitgemäß, aber natürlich händelbar. Und ich komme dir ja entgegen! Ich hänge es nicht nur pünktlich an den Briefkasten, in den du deine eventuelle Benachrichtigungskarte ja einfwerfen müsstest, ich schreibe dir sogar noch groß “DPD” drauf, damit du auch erkennst dass dieses unförmige Formular, dass es vermutlich so kein zweites Mal auf der Welt gibt, nur dir gilt!
Eine Frage habe ich, DPD… warum kommst du nicht? Warum lässt du das liebevoll für dich gedruckte und an den Briefkasten geheftete Formular im Winde wehen, statt die Sendung am richtigen Tag zuzustellen? Am Mittwoch hast du mich enttäuscht, also hoffe ich, dass du meinem auf deinem Formular bekundeten Wunsch am Donnerstag nachkommen würdest. Und wow – am Donnerstag warst du da!
DPD, ich habe noch eine Frage… wenn du schon zu spät kommst, und zwar einen ganzen Tag, warum ignorierst du dann das Formular, das ich liebevoll für dich bereitgestellt habe? Warum stellst du die Sendung bei einem Nachbarn zu und wirfst mir eine Benachrichtigungskarte ein, mit der ich nicht so recht was anfangen kann?


Auf der Karte ist angekreuzt, dass ich das Paket beim folgenden Nachbarn abholen soll: “PAke+ BITEE KU*** 4”. Was zur Hölle soll das heißen? Selbst wenn ich “PAke+” mal mit “Paket” übersetze, erschließt sich mir der Rest nicht. Wir haben keinen Nachbarn, dessen Name ich daraus interpretieren kann. Und was ist 4? Die Hausnummer?
DPD, du hast die Sendung nicht pünktlich zugestellt. DPD, du hast die Weisung ignoriert. DPD, ich kann nicht lesen, was du mir mitteilen willst.
Kurze Zusammenfassung:
Eine Amazon-Sendung sollte laut Amazon / Sendungsverfolgung am Mittwoch zugestellt werden. Dienstag habe ich dafür eine Abstellerlaubnis ausgefüllt und ausgedruckt und an den Briefkasten geheftet. DPD kam aber Mittwoch gar nicht, sondern erst Donnerstag und hat das Formular komplett ignoriert, es hing dort abends noch. Stattdessen hat man eine unleserliche Benachrichtigungskarte eingeworfen und die Sendung ein paar Häuser weiter abgegeben.
DPD hat also nicht nur den Liefertag nicht eingehalten, sondern auch die schriftliche Weisung ignoriert.

2 Kommentare zu "DPD, wir müssen reden."

  1. Ja, das Problem kenne ich auch. Auf der Rückseite der 1. Benachrichtigungskarte kann man einen Abstellort angeben (für die Zukunft). Diesen füllte ich aus und will sie dem Boten dann aushändigen. Dieser lächelt mich an, gibt mir zur Antwort auf meine Frage, ob er diese mitnimmt und weiterleitet mehrere Ja, Ja?, Äh? und winkt ab. Er verstand NULLKOMMANULL deutsch. Diese Karte wollte ich dann bei einem Paketshop, 10 km entfernt, abgeben. Nein, das müssen Sie mit DPD selbst klären!
    Nun lande ich auf dieser online-Seite und siehe da, darüber geschrieben wird, aber bisher habe ich außer dem von meinem Vorschreiber erwähnten auszudruckenden einmaligen Formular noch keinen online-Auftrag für dauerhafte Abstellgenehmigung gefunden. Ich suche weiter, habe hier nur mal halt gemacht, um durchzuschnaufen häkm..

  2. Peter Neumann | 29. Juli 2016 um 11:52 | Antworten

    Hier noch ein Schmankerl: laut Amazon Paketverfolgung wurde das Paket am Dienstag um 13 Uhr 11 bei einm Nachbarn abgegeben. Eine Karte darüber lag erst gar nicht in unserem Briefkasten. Nach längerem suchen habe ich es dann aber gefunden: neben unserer Wohnungstür im Sousterrain hatte ein Nachbar eine alte Küche für Sperrgut zwischengelagert. Mittendrin hatte der Bote das Paket “entsorgt”. Unglaublich – aber war !!!

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